Der AntriebNoch vor der Anschaffung eines motorbetriebenen Flugzeugmodels sollte klar sein, für welchen Antrieb man sich entscheidet. So gibt es bei der Wahl zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor viele unterschiedliche Aspekte, die man in seine Überlegungen einbeziehen sollte. Hier eine persönliche Anmerkungen dazu:Interessiert man sich für Verbrennungsmotoren im Allgemeinen und ist vom Sound und dem Geruch im Besonderen begeistert, scheint die Wahl schnell klar zu sein. Doch gerade am Anfang hat so ein Verbrenner seine Tücken, denn damit er auch bei jedem Startversuch anspringt und nicht während des Fluges ausgeht (ein Neustart im Flug ist nicht möglich), ist die richtige Einstellung des Motors von entscheidender Bedeutung. Als erstes Flugmodell bietet sich daher eher ein Elektromodell an. Glücklicherweise sind die Zeiten, wo diese kraftlos ihre Bahnen zogen, vorbei und ein gut ausgewählter und abgestimmter Elektroantrieb steht einem Verbrenner leistungsmäßig nicht nach - einzig und allein fehlt es am Sound (den manche Zeitgenossen gerne auch als „Lärm“ bezeichnen…). Aufbauen, den (geladenen) Akku anstecken, losfliegen. Wie immer gilt es auch hier, den persönlichen Geschmack zu finden. Allerdings sollte man auch realistisch bei der Einschätzung seiner Fähigkeiten bleiben, ein Verbrenner wird naturgemäß immer mehr Wartungs- und Einstellarbeit erfordern als ein Elektroantrieb. Es bleibt einem natürlich ungenommen, sich später mit den interessanten Vorgängen eines Verbrennungsmotors zu beschäftigen.Das ModellAuch wenn es vielen Modellbauern immer noch die Tränen in die Augen treibt: die aktuellen Modelle aus Elapor / EPO / EPP (Leichtschaum) bieten sich für die Anfängerschulung absolut an. Baufehler sind auf Grund der wenigen, formschlüssigen Bauteile nahezu ausgeschlossen, das Material lässt sich leicht reparieren und auch nach der x-ten harten Landung leidet nur die Optik, selten die Flugeigenschaften. Marktführer in diesem Segment ist die Fa. Multiplex, ein deutsches Unternehmen, das den Produktionsprozess für solche „Schaumwaffeln“ zur Perfektion getrieben hat.Wer es sich zutraut (und auch Spaß daran hat), kann sich auch sein erstes Modell aus einem Holz-Bausatz aufbauen. Moderne, CNC-gefräste oder per Laser geschnittene Bausätze bieten eine Menge Spaß beim bauen, teilweise wirkt es schon wie ein Puzzle.Allerdings sind die Anforderungen an die handwerklichen Fertigkeiten schon deutlich höher. Die Bindung an das Flugzeug und das unbeschreibliche Gefühl, wenn das selbstgebaute Modell am Ende dann tatsächlich fliegt, ebenfalls.Als erstes Modell eignet sich sowohl ein Elektro-Segler als auch ein Hochdecker-Motormodell. Beide Modelltypen sind in den Anfängerversionen selbststabilisierend, d.h. wenn der Pilot in einer unübersichtlichen Situation die Finger von den Knüppeln nimmt, nehmen die Modelle wieder eine stabile Fluglage ein (sofern die Höhe dafür ausreichend war…).Neben den reinen Bausätzen gibt es noch folgende Austattungsvarianten:-ARF (Almost Ready to Fly, beinahe fertig zum Fliegen)Sowohl Modelle aus Formschaum als auch aus Holz gibt in einer sogenannten ARF-Version, die Modelle sind dann komplett aufgebaut, bespannt und fertig zum Einbau des Antriebs und der Fernsteuerung- RR (Ready for Radio, fertig für die Fernsteuerung)Eine Stufe weiter gehen Modelle in der Ausstattung RR, in die nur noch der Empfänger und die Akkus eingebaut werden müssen- RTF (Ready To Fly, fertig zum Fliegen)ist ein Komplettpaket mit Fernsteuerung, Akkus und Ladegerät.Einkaufstipp:Bausatz: Multiplex Easy Glider Pro – Bausatz inkl. Antrieb – 149EURRTF: Parkzone Radian – E-Segler, Spektrum DX5e 2.4GHz-Fernsteuerung – 225EURRTF: E-Flite Apprentice 15e – 295EUR